Scharia-Sultan fordert Toleranz und Respekt für Todesstrafe gegen Homosexuelle

Guten Morgen liebe Hessen,

ab dem 03. April kennt auch das Sultanat Brunei die Vielfalt der Vollstreckungsmöglichkeiten der Scharia – und zwar für alle Bürger, nicht nur für Muslime.

Wer seitdem gleichgeschlechtlichen Verkehr gesteht – oder wenn dieser durch „rechtschaffene Zeugen“ bestätigt wird – dem droht die Todesstrafe. Und die wird selbstverständlich Scharia-konform durch Steinigung vollzogen, bei der – bei kleinen Steinen angefangen – zunächst grüne und blaue Flecken die Haut färben, bis es bei größeren Steinen und heftigeren Würfen blutrot wird [1].

Verschärft wurden in Brunei auch die Strafen für andere Delikte. So kann z.B. bei Diebstahl den Tätern Hände oder Füße amputiert werden – so wie es im Koran vorgesehen ist.

Nachdem die Einführung dieser Scharia-konformen Vollstreckungsmethoden auch internationale Kritik auslöste, meldete sich nun der Sultan von Brunei Hassanal Bolkiah, der nicht nur Staatsoberhaupt, Premier-, Verteidigungs-, Außen-, Handels- sowie Finanzminister in einer Person ist, sondern auch Verteidiger des Glaubens und oberster Hüter der islamischen Staatsreligion in Brunei [2].

In einem vierseitigen Brief an EU-Abgeordnete verteidigt der Sultan die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle. Die Steinigung würde nur selten praktiziert, da zwei Männer von „hohem moralischem Rang und Frömmigkeit“ als Zeugen erforderlich seien. Im Hinblick auf den Wunsch seines Landes, seine traditionellen Werte und seine „Familienlinie“ zu bewahren, forderte der Sultan „Toleranz, Respekt und Verständnis“ [3].

In der EU wird er mit seiner Forderung nicht nur auf Ablehnung stoßen. Vor allem Deutschland zeigt sich seit Jahren als Vorreiter in Toleranz und Respekt gegenüber importierten Gepflogenheiten aus dem islamischen Kulturkreis. So sind z.B. Polygamie, Kinder- und Zwangsehe in Deutschland eigentlich verboten – bei Muslimen werden sie toleriert.

Auch für den durch den Koran vorgeschriebenen Umgang der Ehemänner mit ihren Frauen zeigt man hierzulande Respekt, selbst wenn dieser unseren Gesetzen und Wertevorstellungen widerspricht. So misshandelte ein aus Marokko stammender Mann, der seit Jahren in Deutschland lebte, seine Frau. Er schlug sie und drohte ihr mit Mord. Die Frau wollte sich möglichst schnell – ohne Einhaltung des Trennungsjahres – von ihrem Mann scheiden lassen. Eine Richterin am Amtsgericht Frankfurt lehnte diesen Antrag kultursensibel mit der Begründung ab, im Koran sei die Züchtigung von Frauen vorgesehen: „Die Ausübung des Züchtigungsrechts begründet keine unzumutbare Härte gemäß Paragraph 1565 BGB … Für diesen Kulturkreis ist es nicht unüblich, dass der Mann gegenüber der Frau ein Züchtigungsrecht ausübt“.

Nachvollziehbar – denn ein früherer Bundespräsident hatte festgestellt: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Und sein Nachfolger Frank-Walter Steinmeier macht sich vielleicht eher Gedanken, wie er auch nach Brunei „herzliche Glückwünsche“ ausrichten kann, wie er es zum Jahrestag der nicht weniger grausamen islamischen Republik Iran tat.

Ihr Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

[1] https://www.bild.de/lgbt/2019/lgbt/sultanat-brunei-homosexuelle-sollen-zu-tode-gesteinigt-werden-60861168.bild.html

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Hassanal_Bolkiah

[3] https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/brunei-verteidigt-todesstrafe-gegen-homosexuelle-16153044.html

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