SCHIEDSRICHTER BEWUSSTLOS GESCHLAGEN: Ursache nicht die AfD, sondern der Spieler, der aus gewaltaffinem Kulturkreis stammt.

Guten Morgen liebe Hessen,

Vor einigen Tagen ereignete sich bei einem Fußballspiel in der südhessischen Provinz ein Vorfall, der bundesweit Schlagzeilen machte. Beim Spiel des FSV Münster gegen den TV Semd in der Fußball-Kreisliga C Dieburg wurde der 22 Jahre alte Schiedsrichter von einem Spieler des FSV Münster niedergeschlagen, nachdem er diesen zuvor mit einer Gelb-Roten Karte des Platzes verwiesen hatte. Der Schiedsrichter blieb bewusstlos am Boden liegen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen (1).

Die Tat wurde einhellig von Sportfunktionären und Politikern verurteilt. Als „absolut inakzeptabel und natürlich extrem bedauerlich“ bezeichnete ein Funktionär die Tat. Und der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes sekundierte: „Leider reißen die Meldungen von verbaler und körperlicher Gewalt gegen Schiedsrichter in jüngster Zeit nicht ab“. Der Verband werde „diese Auswüchse an Gewalt nicht tolerieren, sondern mit aller Härte und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln sportgerichtlich dagegen vorgehen“ (1).

Nach den möglichen Ursachen des Vorfalls und der vom Verbandspräsidenten beklagten zunehmenden Gewalt fragte zunächst niemand. Verständlich, denn die Antwort hätte möglicherweise das Bild vom völkerverbindenden friedlichen Wettstreit multikultureller Mannschaften beschädigen können. Aber dann meldete sich doch noch ein Sportfunktionär mit einer fachlichen Analyse. Thorsten Schenk, Schiedsrichterobmann des Kreises Dieburg, hat den Schuldigen gefunden: die AfD. Er sagte der Welt: „Nehmen Sie nur die AfD. Da werden Dinge gesagt, die völlig unsagbar sind, und keiner bestraft sie dafür. Im Gegenteil, jemand wie Herr Höcke bekommt dafür auch noch fast 25 Prozent der Stimmen“. Die Grenzen des Sagbaren und auch des Handelns in unserer Gesellschaft würden immer weiter verschoben. Und das habe auch Auswirkungen auf den Fußball (2).

Was in fast allen Berichten – und auch vom Obmann – geflissentlich verschwiegen wurde, war die kulturelle Herkunft des Schlägers, die durchaus etwas mit dessen Reaktion auf die Entscheidung des Schiedsrichters zu tun haben könnte. Verbale Kritik von Spielern, die mit einer Schiedsrichter-Entscheidung nicht einverstanden sind, sind fast die Regel. Ab und zu wird ein Schiedsrichter auch mal beleidigt. Aber körperliche Attacken – und insbesondere solche, bei denen der Betroffene bewusstlos zu Boden geht – sind die absolute Ausnahme. Und wenn, würde man solche Attacken am ehesten von Spielern erwarten, die aus einer gewaltaffinen Kultur stammen, bei der Beleidigungen mit körperlicher Gewalt geahndet werden.

Und so war es auch hier. Alle, die nach der Lektüre der Berichte vermuteten, dass der Spieler einen Migrationshintergrund aus dem islamisch-orientalischen Bereich vermuteten, wurden dann bestätigt. BILD nennt Namen und Herkunft des Schlägers: Hayri G., Mitglied einer kurdischen Großfamilie (3). Es ist also nicht etwa die AfD, die den Boden für zunehmende Gewalt auf Sportplätzen bereitet, sondern einfach der Spieler selbst, der aus einem gewaltaffinen Kulturkreisen stammt und für den die angemessene Reaktion auf die vermeintlich ungerecht gezeigte rote Karte der gezielte KO-Schlag ist.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.hessenschau.de/sport/fussball/amateurfussballer-schlaegt-schiedsrichter-nach-platzverweis-bewusstlos,schiedsrichter-muenster-100.html
(2) https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/sportfunktionaer-gibt-afd-mitschuld-fuer-gesellschaftliche-enthemmung/
(3) https://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/fussball/fussball-schande-in-der-11-liga-das-ist-der-schiri-pruegler-65676646,view=conversionToLogin.bild.html

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