Schwedische Regierung nach Ausschreitungen – „Integration war mangelhaft“

Guten
Morgen liebe Hessen,

Im
April veranstalteten überwiegend muslimische Jugendliche in verschiedenen
schwedischen Städten schwere Krawalle. Dabei wurden Autos in Brand gesteckt und
Polizisten wurden mit Steinen und Molotow-Cocktails beworfen, wobei mehr als
100 Beamte verletzt wurden. Die Täter riefen teilweise: „Allahu Akbar“.
Auslöser waren Veranstaltungen und Kundgebungen der „Rechtspartei“ „Stram Kurs“
(strammer Kurs). Deren Parteichef – der dänische Rechtsanwalt Rasmus Paludan,
der auch die schwedische Staatsbürgerschaft besitzt – plant, mit dem
schwedischen Ableger seiner Partei bei den Parlamentswahlen im September
anzutreten. In Dänemark fordert die Partei ein Verbot des Islam und die
Ausweisung von Personen, die keine ethnischen Dänen sind. Derzeit hält der Parteichef
in verschiedenen schwedischen Städten Veranstaltungen ab, bei denen jeweils ein
Koran verbrannt werden soll (1).

Angesichts
der massiven Ausschreitungen sagte die Ministerpräsidentin des Landes –
Magdalena Andersson – hierzu, dass Schweden es in den vergangenen zwei
Jahrzehnten versäumt habe, die große Zahl von Einwanderern vernünftig zu
integrieren: „die Integration war zu mangelhaft, während wir gleichzeitig eine
starke Zuwanderung hatten. Die Gesellschaft war zu schwach, die Ressourcen für
die Polizei und die sozialen Dienste waren zu gering“ (2). Die
Ministerpräsidentin gibt die Schuld an den Zuständen im Land somit dem eigenen
Land bzw. den schwedischen Bürgern und der Regierung. Die haben angesichts der
Zuwanderung versagt, weil sie „zu wenig soziale Dienste“ zur Verfügung gestellt
haben, zu wenig Polizei vorgehalten und nicht für eine gute Integration gesorgt
haben. Offensichtlich kann sich die Ministerpräsidentin nicht vorstellen, dass
die Ursachen möglicherweise völlig andere sind. Dass eine massive Zuwanderung
aus anderen Kulturen mit der Rechtsordnung und der Kultur des eigenen Landes
inkompatibel sein könnte und eine Integration daher zwangsläufig scheitern
muss.

Das
wird bereits deutlich an der Reaktion der jungen muslimischen Männer auf –
vermeintliche oder tatsächliche – Angriffe auf ihre Religion. Diese sind häufig
nicht bereit, Probleme unter Beachtung der Regeln des Rechtsstaates zu lösen,
sondern kennen nur die gewaltsame Auseinandersetzung. Und viele der Zuwanderer
aus gewaltaffinen Kulturen legen ihre Vorstellungen nicht beim Grenzübertritt
ab. Im Gegenteil: sie behalten ihre archaischen Vorstellungen auf Dauer und
zeigen diese teilweise auch dann noch, wenn sie sich viele Jahre im Gastland
aufgehalten und sich – scheinbar – auch integriert haben. Schlimmer noch:
archaisches Verhalten findet sich sogar bei Nachkommen von Zuwanderern, die
selbst im Gastland geboren wurden, die Sprache des Gastlandes perfekt sprechen
und deren Staatsangehörigkeit besitzen. Dies zeigen nicht zuletzt die
zahlreichen „Ehrenmorde“, die sich immer wieder ereignen.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.tagesspiegel.de/politik/bus-angezuendet-verletzte-durch-schuesse-schwere-krawalle-nach-rechten-kundgebungen-in-schweden/28258830.html

(2) https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/schweden-premierministerin-raeumt-integrationsversagen-ein-79914994.bild.html

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