Somalier messerte im Frankfurter Bahnhofsviertel: Ein weiterer vermeidbarer Einzelfall

Guten Morgen liebe Hessen,

Es ist erst wenige Wochen her, dass der abgelehnte Asylbewerber Abdirahman J. A. aus Somalia in Würzburg drei Frauen mit einem Messer tötete und acht weitere Personen schwer verletzte, als über einen anderen Somalier wegen eines Messer-Angriffs berichtet wird. Der war im Frankfurter Bahnhofsviertel unterwegs und hatte in der Elbestraße einen Mann angegriffen. Der 27-jährige Somalier war gegen Mittag in ein mehrstöckiges Gebäude in der Elbestraße eingedrungen und hatte dort einen 65-jährigen Mann in dessen Büro mit zwei Messern angegriffen. Der konnte sich mit einem Pfefferspray wehren und den Angreifer in die Flucht schlagen. Passanten alarmierten die Polizei, die den Somalier aufforderten, die Waffen fallen zu lassen. Dieser bedrohte die Beamten: „I kill you“. Als der Afrikaner erneut angriff, feuerten die Beamten mehrere Schüsse auf ihn ab, wobei er verletzt wurde. Die Mordkommission ermittelt gegen den Afrikaner, der festgenommen wurde, wegen versuchten Totschlags. Der Haftrichter erließ einen Haftbefehl (1).

Näheres ist bislang nicht bekannt, aber man kann sich die Vita des Somaliers vorstellen: vor einigen Jahren nach Deutschland eingereist, angeblich auf der Flucht vor irgendjemandem. Nachdem er bereits beim ersten Grenzübertritt eigentlich in Sicherheit war, „floh“ er weiter über mehrere tausend Kilometer und durch mehrere (ebenfalls sichere) Länder, bis er endlich nach Deutschland kam. Dort stellte er einen Asylantrag, der wahrscheinlich abgelehnt wurde, wobei die Ablehnung auch durch mehrere Gerichte bestätigt wurde. In der Wartezeit wurde der Somalier wahrscheinlich „auffällig“ und „polizeibekannt“, wurde aber dennoch nicht ausgewiesen oder abgeschoben – weil er keine Papiere besitzt oder das Heimatland sich weigerte, ihn zurückzunehmen.

Warum der Somalier auf seinen Kontrahenten mit dem Messer losging, ist derzeit nicht bekannt. Aber es ist nachvollziehbar, dass jemand leicht ausrastet und aggressiv wird, der sich in einem fremden Land mit einer ihm völlig unbekannten Kultur und Sprache aufhält und der sich der Perspektivlosigkeit seines Aufenthaltes bewusst ist. Denn er kann zwar auf Dauer in Deutschland bleiben, bewegt sich jedoch in einer ihm völlig fremden Umgebung und rangiert dauerhaft am unteren Ende der sozialen Skala. Er hat auch nur sehr geringe Chancen eines sozialen Aufstiegs, weil ihm dafür fast alle Voraussetzungen fehlen – insbesondere Bildung und eine westlich-freiheitliche Sozialisation. Das kann er auch kaum nachholen.

Und auch der weitere Ablauf ist absehbar: der Somalier wird vermutlich wegen psychischer Erkrankung schuldunfähig oder vermindert schuldfähig sein und eine moderate Strafe erhalten. Und auch nach Verbüßung dieser Strafe voraussichtlich nicht abgeschoben werden.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4970/4977402

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