Sportbund oder politischer Förderverein? DFB ermittelt wegen Gender-kritischem Fanplakat

Guten
Morgen liebe Hessen,

Beim
Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den diversen Vereinen geht es inzwischen nicht
mehr um die Spieler, den Ball und das Tor, sondern um den Kampf gegen
Rassismus, Homophobie und Transfeindlichkeit. Und so konnte man vor einigen
Tagen in der BILD-Zeitung lesen, dass der DFB „wegen Schwulenhass-Plakat“
ermittelt, weil die Anhänger von Hansa Rostock beim Spiel gegen den FC St.
Pauli „ein homophobes und transfeindliches Banner“ zeigten. Auf den
„geschmacklosen Bannern“ war zu lesen: „Schwule bekommen kein Nachwuchs“ und
„Euer Gender-Scheiss interessiert in Wolgast keine Sau! Hier gibt es nur Jungs,
Mädchen, Mann und Frau“. Hintergrund des Gender-Banners: Der FC St. Pauli, der
in der Vorwoche gegen Magdeburg spielte, trat mit einem Sondertrikot auf, bei
dem ein Gender-Sternchen über dem Vereinswappen aufgestickt war. Das Trikot ist
Teil einer Saison-Kampagne des Klubs. Zudem findet sich das Gender-Sternchen
auch auf den Dauerkarten und im Stadion wieder (1).

Die
jetzt gezeigten Banner sind offensichtlich Grund genug für den
Kontrollausschuss des DFB, gegen den Zweitligisten Ermittlungen aufzunehmen. In
einer Mitteilung teilt der Verband mit: „Der Kontrollausschuss wird den Verein
anschreiben und zu einer Stellungnahme zu den gezeigten Bannern auffordern.
Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird das Gremium über den
weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden“ (1). Unklar bleibt, was an den
gezeigten Plakaten anstößig sein soll. Dass Schwule keinen Nachwuchs bekommen,
ist eine biologische Tatsache. Aber wissenschaftliche Erkenntnisse dürfen heute
nicht mehr offen ausgesprochen werden, wenn sie möglicherweise als
schwulenfeindlich oder transphob wahrgenommen werden können. Erst kürzlich
durfte eine Biologie-Doktorandin an der Humboldt-Uni ihren Vortrag nicht
halten, weil er biologisches Schulwissen vermittelt.

Und
die Plakataufschrift „Euer Gender-Scheiss interessiert in Wolgast keine Sau!
Hier gibt es nur Jungs, Mädchen, Mann und Frau“ ist eine zulässige
Meinungsäußerung, die weder schwulen- noch transfeindlich ist. Aber
offensichtlich ist inzwischen auch eine Sportorganisation mit dem „Trans-Virus“
infiziert, das dazu führt, jede Äußerung, die von irgendjemandem als transphob
wahrgenommen werden könnte, zu kritisieren und die jeweiligen Urheber als Transfeinde
zu bezeichnen.

Ihr
Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/sport/fussball/hansa-rostock/hansa-rostock-dfb-ermittelt-gegen-rostock-wegen-schwulenhass-plakat-81083978.bild.html

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