Statt Orte der Entspannung und Erholung: Immer mehr „Einzelfälle“ in Freibädern

Guten
Morgen liebe Hessen,

Mit
dem Beginn des sommerlichen Wetters wurde in Deutschland die Freibadsaison
eröffnet. Bis vor wenigen Jahren waren Freibäder Orte der Erholung und
Entspannung, auch wenn diese an Wochenenden mitunter überfüllt waren. Aber
diese Zeiten sind vorbei. Zunehmend werden Freibäder von jungen Männern
okkupiert, die den öffentlichen Raum für sich beanspruchen und versuchen, ihre
Regeln auch dort durchzusetzen. Regeln, die unter anderem bedeuten, dass
Konflikte grundsätzlich durch Gewaltanwendung auszutragen sind. So auch an
einem heißen Wochenende im Berliner „Sommerbad am Insulaner“. Zunächst
bespritzen sich einige junge Männer mit Wasserpistolen. Dann eskaliert der Spaß
zu einer Massenschlägerei, durch die auch unbeteiligte Badegäste – darunter
auch Kinder – bedroht werden. Am Ende sind etwa hundert Männer – überwiegend
mit Migrationshintergrund – an der Schlägerei beteiligt. Einer der
herbeigeeilten Sicherheitskräfte wird verletzt, seine Kollegen können dem
Treiben nur chancenlos zusehen. Am Ende können vier Beteiligte (15, 21, 21, 23
Jahre) ermittelt werden (1).

Eine
Woche nach dem Vorfall ereignete sich in einem anderen Berliner Schwimmbad –
dem Neuköllner Columbiabad – eine weitere Schlägerei, an der bis zu 250
Badegäste beteiligt waren (2). Dabei erlitt eine 21-jährige Frau eine
Nasenbeinfraktur, wobei selbstverständlich der Täter nicht ermittelt werden
konnte. Da die jungen Männer die Anweisungen des Freibadpersonals missachtete,
musste das Bad geschlossen werden (3). Keine Einzelfälle, denn die „Vorfälle“ in
Freibädern häufen sich: in Kaufbeuren (Bayern) wurden drei Mädchen (12, 13, 13
Jahre alt) von einer Gruppe Jugendlicher begrapscht. Zwei tatverdächtige Syrer
(11, 17) konnten identifiziert werden. In Köln begrapschte ein Afghane (23)
zwei Mädchen (beide 13). In Stuttgart wurde eine Frau (33) im FKK-Bereich von
einem Mann (31) sexuell belästigt (1).

Der
Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft – Rainer Wendt – fordert
schärfere Kontrollen für die Täter, bei denen es sich fast immer um junge
Männer handelt, „die meisten mit einem Migrationshintergrund“. Er „warnte vor
dem Besuch deutscher Freibäder“. Auch der Präsident des Bundesverbandes
Deutscher Schwimmmeister sagte, er könne Familien nicht mehr guten Gewissens
empfehlen, am Wochenende ins Freibad zu gehen (2).

Auch
die Vorschläge von Politikern, wie Freibad-Vorfälle künftig zu verhindern sind,
sind wenig konkret und hilfreich. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner
fordert, dass sich „die unfassbaren Bilder vom Wochenende nicht wiederholen“
dürfen. Und der CDU-Innenexperte Philip Amthor ist dafür, gegen „bekannte
Störer und ihr Klientel“ stärker einzuschreiten, wenn es den öffentlichen Raum
für sich beanspruchen will (1). Wie die bekannten Störer und ihr Klientel
identifiziert werden sollen, verrät der „Experte“ nicht. Denn das würde
bedeuten, junge Männer einer bestimmten Herkunft den Zutritt zum Freibad zu
verweigern – also Rassismus in seiner reinsten Form. Dabei gäbe es natürlich
eine einfache – und zudem verfassungs- und gesetzeskonforme – Lösung des
Problems: einfach die Einreise aller Personen konsequent zu verhindern, die
nach den gesetzlichen Bestimmungen kein Recht besitzen, nach Deutschland
einzureisen.

Ihr
Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/massenschlaegerei-in-berlin-freibad-fuerchterlich-80472410.bild.html

(2)
https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2022/freibad-nase-gebrochen/

(3)
https://www.gmx.net/magazine/panorama/streit-wasserrutsche-eskaliert-alarmierte-polizei-250-menschen-bedraengt-37056062

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