TÄTER SIND ERST 11 UND 12 JAHRE ALT: Polizeibekanntes Einbrecher-Trio randaliert in Schule, Schaden 150.00 Euro

Guten Morgen liebe Hessen,

„150.000 Euro Schaden – Einbrecher-Trio randaliert in Oberschule“ – so titelte der Focus kürzlich. Nichts spektakuläres eigentlich. Doch dann liest man: „Täter sind erst 11 und 12 Jahre alt“ (1). Dass jemand in diesem Alter mal eine Fensterscheibe einwirft oder eine Wand beschmiert, wäre normal – aber ein Schaden von 150.000 Euro fällt da schon aus dem Rahmen. In der Oberschule „Am Sonnensee“ im niedersächsischen Bissendorf sieht es aus, „als wäre eine Bombe eingeschlagen. Acht Klassenräume wurden vollkommen zerstört. Waschbecken wurden von den Wänden gebrochen, Wasserhähne geöffnet, Fensterscheiben zerschlagen und Tür und Wände mit Farbe beschmiert“ (1).

Da interessiert es den Leser schon, wer die Täter eigentlich sind und aus welchem sozialen Umfeld sie kommen. Das verrät der Focus jedoch nicht – und auch die wenigen anderen Zeitungen, die über den Fall berichten. Nur so viel: die Täter sind „polizeibekannt“: drei Knaben, von denen zwei Geschwister sind. Und sie sind in den vergangenen Monaten durch verschiedene Delikte aufgefallen, wie Diebstahl, Sachbeschädigung und sogar Körperverletzung. Der Schaden, den sie insgesamt angerichtet haben, beläuft sich auf über 200.000 Euro (1).

Immerhin steht die Polizei „im engen Kontakt mit dem Jugendamt“ (1). Was dort passiert, ist unklar. Wahrscheinlich – wie üblich – nichts. Obwohl man eigentlich annehmen sollte, dass die Behörden einschreiten, wenn strafunmündige Kinder mehrfach kriminelle Handlungen begehen und dabei einen erheblichen Schaden anrichten. Denn das zeigt eindeutig: entweder haben die Eltern in der Erziehung völlig versagt oder sie haben die Kinder zu ihrem Handeln ermuntert. In beiden Fällen gibt es nur eine Lösung: den Eltern das Erziehungsrecht zu entziehen und die Kinder in einer entsprechenden Einrichtung unterzubringen, wo kompetente Erzieher ihnen die Regeln des Zusammenlebens beibringen.

Doch davor schrecken die Behörden und Gerichte zurück. Insbesondere dann, wenn die Kinder einer diskriminierten (besser: einer sich ständig diskriminiert fühlenden) Minderheit angehören. Da sind die Entscheider äußerst zurückhaltend. Verständlich, denn die Einweisung von Kindern in eine Einrichtung würde von den Eltern wahrscheinlich sofort lautstark reklamiert – mit Unterstützung zahlreicher Aktivisten, die die staatliche Willkür und Rassismus anprangern würden. Und möglicherweise die Akteure – Verwaltungs-Beamte, Polizisten und Richter – bedrohen würden. Die machen dann lieber nichts und denken sich wahrscheinlich: besser eine Schule wird verwüstet (das zahlt sowieso der Steuerzahler) als selbst zu Schaden zu kommen oder vielleicht wegen Diskriminierung mit einem Disziplinarverfahren konfrontiert zu werden.

Aber das ist alles Spekulation: denn es ist nicht bekannt, ob die drei Knaben tatsächlich einer Minderheit angehören. Wenn es nicht ausdrücklich in der Zeitung steht, wird es vermutlich nicht so sein.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.focus.de/panorama/welt/polizeibekannte-taeter-sind-erst-11-und-12-jahre-alt-einbrecher-trio-randaliert-in-oberschule-und-richten-150-000-euro-schaden-an_id_12258099.html

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