TAZ-Redakteur_In Hengameh Yaghoobifarah: Alle Polizisten auf Müllhalde entsorgen

Guten Morgen liebe Hessen,

Hengameh Yaghoobifarah ist ein Name, den man sich nicht merken kann, aber vielleicht aufschreiben sollte. Immerhin muss man nicht lange überlegen, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, denn er/sie/es identifiziert sich nach eigenen Angaben als nichtbinär, das heißt weder als weiblich noch männlich (1). Hat aber dennoch Medienkulturwissenschaft und Skandinavistik studiert mit dem Abschluss Bachelor und einer Arbeit über die Farbe Pink im feministischen Diskurs (2). Sicher ein Werk von hoher wissenschaftlicher Bedeutung. Aktuell „arbeitet“ er/sie/es als Autor_in, Redakteur_in und Referent_in zu Queerness, Feminismus, Antirassismus, Popkultur und Medienästhetik und schreibt für die TAZ. Wie zum Beispiel, kürzlich eine Kolumne mit dem Titel „All cops are berufsunfähig – Abschaffung der Polizei“ (3).

Möglicherweise ist eine Identitätsstörung die Voraussetzung dafür, darüber nachzudenken, die Polizei abzuschaffen. Denn die Polizei ist essentieller Bestandteil eines Rechtsstaates, da dieser das Gewaltmonopol besitzt und es daher auch umsetzen können muss. Wie dem auch sei, Hengameh Yaghoobifarah hat die aktuellen Ausschreitungen einzelner US-Polizisten zum Anlass genommen, den gesamten Berufsstand – auch in Deutschland – in Frage zu stellen. Aber H.Y. denkt auch weiter: was tun mit den ehemaligen Polizeibeamten: „in welche Branchen kann man Ex-Cops dann überhaupt noch reinlassen?“ Gute Frage, denn da der „Anteil an autoritären Persönlichkeiten und solchen mit Fascho-Mindset in dieser Berufsgruppe überdurchschnittlich hoch“ ist, kann man die natürlich nicht überall einsetzen. Im sozialen Bereich „schon mal nicht“ – auch wenn man die „Uniform gegen Birkenstocks und Leinenhosen umtauscht“. Und in keinem Fall in Bereichen, in denen sie Macht gegenüber anderen ausüben können. Damit fallen „Behörden, Lehrer_innen, Justiz, Politik, Ärzt_innen oder Sicherheitskräfte“ ebenfalls weg. Postzusteller geht auch nicht, denn „zwischen Büchersendung und Schuhbestellung passt immer eine Briefbombe“. Und natürlich auch keine Tätigkeit, die mit direktem Kontakt verbunden ist – wie etwa Friseur oder Tattoo-Stecher. Und natürlich auch keine Tätigkeit, bei der man Zugang zu explosiven Stoffen hat: also Mitarbeiter im Baumarkt, Tankstellen und Kfz-Werkstätten. Und natürlich auch keine Gastronomie, denn da kann man jemanden vergiften. Der gesamte Kulturbereich – Kinos, Buchhandel, Theater – scheidet ebenfalls aus. Da könnte der ehemalige Beamte sein „Gedankengut ins Programm hineinkuratieren“. Bleibt als letzte Option die Mülldeponie. Aber nicht als „Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten“ (3).

Gut, dass Hengameh Yaghoobifarah in Deutschland solche Gedanken ungestraft absondern kann. Im heimatlichen Iran wäre sie vermutlich bereits wegen des nicht-binären Identitätskonflikts inhaftiert worden. Spätestens aber nach Veröffentlichung ihres Artikels. Und das zuständige Scharia-Gericht hätte sicher die richtige Strafe parat.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) Hengameh Yaghoobifarah: Genderfluidität: Was für ein Glück, ein 90s Kid zu sein. In: Zeit Online. 2. September 2018
(2) Profil: Hengameh Yaghoobifarah. In: Speakerinnen.org. 2020
(3) https://taz.de/Abschaffung-der-Polizei/!5689584/

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