Tochter von Flüchtlingshelferin vergewaltigt – Bewährungsstrafe für zwei junge Syrer

Guten Morgen liebe Hessen,

Der Straftatbestand der Vergewaltigung ist in § 177 StGB geregelt. Die Strafandrohung reicht im einfachen Fall von sechs Monaten bis zu 5 Jahren Haft. In besonders schweren Fällen beträgt die Mindeststrafe zwei Jahr Haft. Ein solcher Fall liegt vor, wenn die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wurde. Wenn dass noch eine weitere Straftat hinzukommt – wie etwa Nötigung – müsste die Mindeststrafe deutlich über zwei Jahren liegen. Jedenfalls theoretisch. In der Praxis sieht es aber häufiger anders aus.

Wie etwa bei den beiden Syrern Mohamad T. und Schadi A. (beide 24), die 2015 nach Deutschland kamen und in einer Unterkunft in Lüchow-Dannenberg lebten. Im Sommer 2016 besuchte die damals 15-jährige Tochter einer Flüchtlingshelferin die Unterkunft der beiden Syrer. Das Mädchen trank mit den beiden arglos auf deren Zimmer Tee. Laut Anklageschrift hielt ihr Mohamad T. plötzlich die Arme fest, während Shadi A. sie entkleidete und vergewaltigte. Nach der Tat drohten sie dem Opfer: „Wenn du irgendetwas sagst, bringen wir deine ganze Familie um“. Erst ein Jahr später zeigte sie die Täter an, die sich nunmehr – nach vier Jahren – vor Gericht verantworten mussten. Der Prozess fand vor dem Jugendschöffengericht in Uelzen statt, da die Angeklagten zur Tatzeit (angeblich) „Heranwachsende“ waren. Das Urteil: zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung für Schadi A., 18 Monate für den Komplizen, dazu jeweils 500 Euro Geldbuße. Die Verteidiger der beiden Männer legten Berufung gegen das Urteil ein (1, 2). Nicht ausgeschlossen, dass die Anwälte damit Erfolg haben und die Strafe noch weiter reduziert wird.

Dabei sind die beiden durch das Urteil bestens bedient: durch die Bewährung müssen sie ihre – ohnehin lächerlich geringe – Strafe nicht antreten. Angemessen wäre eine Haftstrafe von mindestens 4 Jahren gewesen. Und weil die Strafe unter 3 Jahren liegt, werden sie auch nicht ausgewiesen, dürfen also weiterhin und auf Dauer im Land bleiben. Subjektiv hat ihnen das Urteil wahrscheinlich den Eindruck vermittelt, dass Vergewaltigung in Deutschland ein Kavaliersdelikt ist – etwa wie Ladendiebstahl oder Fahren ohne Fahrerlaubnis. Denn eine Bewährungsstrafe ist eigentlich keine Strafe (sondern bestenfalls ein „Warnschuss“) und die 500 Euro werden vermutlich vom Steuerzahler beglichen.

Was der Vorfall aber auch zeigt: Jugendliche begegnen Asylbewerbern in völliger Arglosigkeit und haben vielfach keine Vorstellung davon, dass diese aus einem fremden Kulturkreis stammen mit einem völlig anderen Menschen- und vor allem Frauenbild. Diese Arglosigkeit wird ihnen möglicherweise von Eltern und Erziehern antrainiert, die ihnen tagtäglich ihre multikulturellen Vorstellungen vermitteln mit der Botschaft, dass alle Menschen gleich sind und alle Kulturen gleich. Tatsächlich unterscheiden sich Menschen und Kulturen erheblich. Es gibt Länder, in denen Gewaltanwendung an der Tagesordnung ist und in denen Frauen ohne männliche Begleitung und Vollverschleierung nicht auf die Straße gehen dürfen. Und in denen Gotteslästerer und Homosexuelle öffentlich ausgepeitscht oder enthauptet werden. Und dann gibt es natürlich auch Länder, in denen Vergewaltigungen möglich sind, ohne dass der Täter auch nur einen Tag inhaftiert wird.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/tochter-von-fluechtlingshelferin-vergewaltigt-bewaehrung-fuer-zwei-syrer-75598386.bild.html
(2) https://theworldnews.net/de-news/15-jahrige-vergewaltigt-bewahrung-fur-zwei-syrer

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