TÜRKE (41) ERSTICHT FLÜCHTLING (13): Tat wirft Fragen um Familienzusammenführung und staatliche Inobhutnahme auf

Guten Morgen liebe Hessen,

In der bunten Hauptstadt sind Messerattacken unter „jungen Männern“ nichts Ungewöhnliches und werden in der Presse inzwischen nur noch am Rande erwähnt. Doch jetzt gab es einen Fall der in mehrfacher Hinsicht auffällig ist und verschiedene Fragen aufwirft. Am späten Abend des 31. Oktober wurde im Monbijoupark ein 13-Jähriger niedergestochen. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. In dem Park war gegen 22.40 Uhr eine Gruppe von sieben Personen unterwegs, die bis auf einen 22-Jährigen aus Kindern und Jugendlichen bestand. Die Gruppe traf auf einen etwa 45 Jahre alten Mann und geriet mit diesem in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung habe der Mann ein Messer gezogen und zwei Personen aus der Gruppe verletzt: den 13-Jährigen, der dann verstarb und den 22-Jährigen, der schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde (1).

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ging es bei dem Streit um „eine Nichtigkeit“. Der tödlich verletzte 13-Jährige lebte seit sechs Jahren in Deutschland. Er war zunächst mit seiner Mutter aus Syrien nach Deutschland gekommen. Drei Jahre später kamen der Vater mit drei weiteren Kindern im Rahmen eines Familiennachzugs ebenfalls nach Deutschland. Der Junge habe sich jedoch mit seinen Eltern „nicht verstanden“ und kam dann in ein Heim. Dort wurde er von dem 22-Jährigen betreut, der im Rahmen der Auseinandersetzung ebenfalls verletzt wurde (2). Der Junge befand sich seit drei Wochen in der Obhut des Jugendamtes. Über die Gründe wollte sich die Behörde nicht äußern, aber er war nach Tagesspiegel-Informationen bereits polizeibekannt. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, stellte sich aber inzwischen der Polizei. Es handelt sich um einen 41 Jahre alte Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft, der der Polizei bereits durch Körperverletzungsdelikte aufgefallen sein soll (3).

Hier stellt sich zunächst die Frage, wozu eine Familienzusammenführung dienen soll, wenn der Jugendliche, dessen Familie nachzieht, dann doch in einem Heim untergebracht wird, weil er sich mit dieser Familie nicht versteht und warum die Familie dann nicht wieder in die Heimat zurückgeschickt wird, wenn ein Grund für eine Familienzusammenführung offensichtlich nicht besteht bzw. dieser weggefallen ist.
Nächste – und vielleicht wichtigere – Frage: was macht ein 13-Jähriger, der sich in einem Heim – also in staatlicher Obhut (Berlin!) – befindet, mitten in der Nacht in einem Berliner Park, mithin an einem Ort, der um diese Uhrzeit üblicherweise nur von Kriminellen aufgesucht wird und bevorzugter Ort krimineller Handlungen ist, wie z.B. Drogenhandel. Und vor allem: warum befindet sich der 13-Jährige dabei in Begleitung weiterer fünf Kinder (!!) und Jugendlicher und ihres erwachsenen Betreuers. Kaum anzunehmen, dass der Betreuer diese nächtliche Exkursion mit denen ihm anvertrauten Jugendlichen aus eigenem Antrieb durchgeführt hat.

Möglicherweise gab es hierzu eine Anweisung der rot-rot-grünen Landesregierung, mit Kindern und Jugendlichen, die sich in staatlicher Obhut befinden, nächtliche Exkursionen ins kriminelle Milieu zu unternehmen.

Bleibt zu hoffen, dass irgendjemand im Berliner Abgeordnetenhaus dem Senat diese – und andere – Fragen stellt.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/trauer-um-erstochenen-jugendlichen-13-im-monbijoupark
(2) https://www.focus.de/regional/berlin/junge-lebte-in-heim-getoeteter-13-jaehriger-in-berlin-erstochen-wegen-einer-nichtigkeit_id_12609023.html
(3) https://www.tagesspiegel.de/berlin/13-jaehriger-in-berlin-erstochen-tatverdaechtiger-vom-monbijoupark-stellt-sich-der-polizei/26582276.html

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