Virulenter werdende Islamfeindlichkeit? Mit jedem Zugeständnis an islamische Ordnung entstehen Forderungen nach weiteren Zugeständnissen

Guten Morgen liebe Hessen,

Kürzlich hat ein „Kompetenznetzwerk zur Prävention von Islam- und Muslimfeindlichkeit“ seine Arbeit aufgenommen. Das Kompetenznetzwerk aus drei Trägern – u.a. der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) – stellt sich gegen die „immer virulenter werdende Islamfeindlichkeit“ und setzt sich für die „Stärkung einer ambiguitätstoleranten Gesellschaft“ ein. Das Kompetenznetzwerk wird durch das BMFSFJ-Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Ziel soll die Prävention gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sein. Während ihrer Begrüßungsrede zur Auftaktveranstaltung forderte die zuständige Bundesfamilienministerin Giffey die Teilnehmer auf: „Lassen Sie uns Deutschland gemeinsam zum Positiven verändern“ (1).

Damit meint die Ministerin wahrscheinlich, dem „antimuslimischen Rassismus“ und der „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ entgegenzutreten. Was sie sich wahrscheinlich nicht gefragt hat: was die Gründe für die von den Initiatoren beklagte „immer virulenter werdende Islamfeindlichkeit“ sein könnte. Dabei hätte ihr da ihr Kabinettskollege Heiko Maas Auskunft geben können. Der informiert Reisende auf der Internetpräsenz seines Ministeriums über islamische Länder. Zum Beispiel über Saudi-Arabien, das Kernland des Islam: „Vermeiden Sie auffällige Kleidung und Zurschaustellung oder gar Verteilung christlich-religiöser Symbole (…) tragen Sie als Frau während des Ramadan in der Öffentlichkeit eine Abbaya (schwarzer Ganzkörperumhang) (…) das kaum kodifizierte saudi-arabische Strafrecht beruht auf der islamischen Scharia hiesiger Auslegung mit den bekannten, ggf. bis hin zu Prügel- und sonstigen Körperstrafen und Amputationen reichenden Strafsanktionen“ (2). Oder über die islamische Republik Iran: „Alkoholbesitz und -konsum ist untersagt (…) für bestimmte Sexualhandlungen (Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe, gleichgeschlechtlicher Geschlechtsverkehr) kann die Todesstrafe verhängt werden (…) für Frauen (ab 9 Jahren) gelten die islamischen Kleidungsvorschriften“ (3).

Selbstverständlich muss niemand in ein islamisches Land reisen und die meisten werden es auch nicht freiwillig tun. Aber die meisten Bürger wollen auch keine Einführung islamischer Regeln in ihrem Land. Und genau hier liegt das Problem. Denn islamische Regeln gelten hierzulande schon längst. Und deren weitere Ausbreitung wird immer aggressiver gefordert. Angefangen mit der vergleichsweise harmlosen Befreiung von der Sargpflicht bei Bestattungen über flächendeckende Einführung von Halal-Produkten bis zur Legalisierung von Polygamie und Kinderehe und Strafnachlass bei sog. Ehrenmorden. Und mit jedem zusätzlichen Zugeständnis an die islamische Werteordnung werden die Forderungen nach weiteren Zugeständnissen lauter. Und Politik und Justiz geben immer mehr von unserer Werteordnung preis. Inzwischen steht auch die Gleichberechtigung der Geschlechter, für die viele Frauen (und nicht wenige Männer) über Jahrhunderte gekämpft haben, zur Disposition. Denn der Islam kennt keine Gleichberechtigung. Und inzwischen hat sogar ein Gericht die komplette Verhüllung einer Schülerin als auffälligstes Symbol islamischer Unterdrückung ausdrücklich auch im Schulunterricht erlaubt (4).

Vor diesem Hintergrund ist die beklagte und „immer virulenter werdende Islamfeindlichkeit“ nur zu verständlich und zeigt, dass noch nicht alle dem Wahn der unbegrenzten Religionsfreiheit verfallen sind.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.jugendhilfeportal.de/jugendarbeit/artikel/kompetenznetzwerk-zur-praevention-von-islam-und-muslimfeindlichkeit-nimmt-die-arbeit-auf/
(2) https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/saudiarabien-node/saudiarabiensicherheit/202298#content_3
(3) https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/iran-node/iransicherheit/202396#content_3
(4) https://www.welt.de/regionales/hamburg/article205558205/Vollverschleierung-Gericht-laesst-Beschwerde-gegen-Nikab-Erlaubnis-abblitzen.html

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