WDR-Chef spricht von schwieriger Entscheidung: Islamistin und Judenhasserin soll Sendung doch nicht moderieren

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Journalistin Nemi El-Hassan war vom WDR dazu ausersehen, ab Oktober das Wissenschaftsmagazin „Quarks“ zu moderieren. Soweit nichts Ungewöhnliches. Verschiedene Medien berichteten jedoch, dass El Hassan am israelfeindlichen Al-Quds-Marsch 2014 in Berlin teilgenommen hatte. Weiterhin behauptete sie in einem 2015 von der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlichten Video, dass die Bedeutung des Wortes „Dschihad“ als Terror „eine Missinterpretation“ von selbst ernannten „Islam-Experten“ sei, um „Vorurteile zu hegen“. Ihr „Dschihad“ bedeute „freundlich sein“, „arbeiten“ und „geduldig sein“ (1). El-Hassan dazu: „In manchen arabischen Ländern ist Dschihad ein männlicher Vorname. Das ist ein Begriff, der natürlich im deutschen Kontext oder im westlichen Kontext negativ behaftet ist“ (2)

Obwohl El-Hassan an einem antisemitischem Hass-Marsch teilnahm, regelmäßig extrem anti-israelische Inhalte verbreitet und sich lobend über das iranische Mullah-Regime äußerte, distanziert sich der WDR nicht von ihr. Elisabeth Motschmann, medienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Die Teilnahme an einer antisemitischen Demonstration ist ein absolutes No-Go – insbesondere für eine Moderatorin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ (3). Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch zu dem Fall: „Wenn der Staatssender WDR die Moderation einer TV-Sendung einer überzeugten Islamistin und Judenhasserin überlässt, dann läuft in der größten ARD-Anstalt etwas Grundlegendes falsch“ (1).

In einem offenen Brief haben sich mehr als 400 Prominente aus Medien, Kultur und Politik mit der Journalistin Nemi El-Hassan solidarisiert. Sie behaupten, die Journalistin werde „aufgrund ihrer palästinensischen Herkunft und ihrer muslimischen Identität zur Zielscheibe von Haß und Hetze“ (2).

Der WDR-Intendant Buhrow hat zwischenzeitlich entschieden, dass die Journalistin die WDR-Sendung „Quarks“ nicht moderieren soll. Maßgeblich für diese Entscheidung seien „problematische Likes“ von ihr in sozialen Netzwerken. Buhrow bezeichnete seine Entscheidung als Ergebnis einer „schwierigen, schwierigen Abwägung“ (4). Was daran so schwierig war, erklärte er nicht. Immerhin hatte die Journalistin noch vor wenigen Wochen Parolen wie „Antizionism is a duty“ und „From the River to the See, Palestine will be free“ geliked – ebenso einen Beitrag, der den Gefängnisausbruch von Terroristen feierte. So versah sie noch im September einen Beitrag mit einem „Like“, der den Ausbruch palästinensischer Insassen aus einem israelischen Gefängnis als „unglaubliche Heldentat“ feierte. Unter den ausgebrochenen Häftlingen waren islamistische Terroristen, die an tödlichen Attacken gegen israelische Zivilisten beteiligt waren. Einer von ihnen hatte einen jungen Israeli entführt und ihn mit einem Kopfschuss getötet. Kurz nach den entsprechenden Presseberichten entfernte El-Hassan ihre „Gefällt mir“-Markierungen unter den Beiträgen (5).

Für den Intendanten eine „schwierige Entscheidung“ – offensichtlich will er sich nicht dem Vorwurf des antimuslimischen Rassismus aussetzen. Bei einem Bio-Deutschen, der antisemitische Parolen geliked hätte, wäre ihm die Entscheidung vermutlich leichtgefallen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2021/nemi-el-hassan-afd-wdr-moderatorin/

(2) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/solidaritaet-el-hassan/

(3) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/islamismus-skandal-wdr-zieht-keine-konsequenzen-77666528.bild.html

(4) https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2021/wdr-entscheidet-im-fall-nemi-el-hassan/

(5) https://www.bild.de/politik/inland/politik/likes-fuer-antisemitismus-neue-vorwuerfe-gegen-tv-moderatorin-77744690.bild.html

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