WDR-Klima-Propaganda: Haltung statt Wissenschaft

Guten
Morgen liebe Hessen,

Der
öffentlich-rechtliche Rundfunk steht schon seit langer Zeit nicht mehr für
objektive Information oder gar wissenschaftsbasierte Information. Heute
vermittelt er praktisch nur noch „Haltung“ und „Respekt“ und schildert die
angeblichen Vorteile einer „bunten und vielfältigen“ Gesellschaft. Und nicht
zuletzt wird täglich vor der unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe
gewarnt. Und es gibt natürlich jede Menge Hinweise, wie man dazu beiträgt, dass
die Katastrophe nicht eintritt. Zum Beispiel weniger CO2 erzeugen. Das ist
relativ einfach: man fährt einfach mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Eine
echte Alternative, jedenfalls dann, wenn man von Frankfurt nach Offenbach will
oder von Wiesbaden nach Mainz. Auf längeren Strecken bleibt dann aber doch nur
das Auto, zumal wenn die Züge nur unzuverlässig oder überhaupt nicht fahren.

Aber
auch mit dem Auto kann man CO2-Emissionen zumindest reduzieren. Zum Beispiel
indem man langsamer fährt. Freiwillig macht das kaum einer und deshalb gibt es
Tempolimits. Und die Vorteile dieses Tempolimits erklärt das
öffentlich-rechtliche „Wissenschaftsmagazin“ „Quarks“ recht deutlich: „Wenn wir
langsamer fahren, können wir den Kraftstoffverbrauch zumindest etwas senken“,
twitterte das Magazin kürzlich und lieferte auch gleich den mathematischen
Beweis dazu: „Bei einem Tempolimit von 130 km/h könnten 596 Millionen Liter
Kraftstoff gespart werden. Bei einem Tempolimit von 100 km/h könnten sogar 1,7
Milliarden Liter gespart werden“. Das überzeugt nicht jeden sofort. Ein
Twitter-Nutzer forderte die dazugehörige Rechnung. Und das
„Wissenschaftsmagazin“ lieferte die auch gleich: „Der Verbrauch ist abhängig
vom Quadrat der Geschwindigkeit. Heißt: Doppelte Geschwindigkeit = vierfacher
Verbrauch“ (1).

Wer
das nicht glaubt, kann es einfach nachrechnen: wenn ein Fahrzeug im
verkehrsberuhigten Stadtverkehr mit 30 km/h 8 l verbraucht (z.B. Mercedes 200),
verbraucht er bei 60 km/h 32 l und bei 120 km/h 128 l auf 100 km. Bei dieser
Geschwindigkeit wird die Fahrt dann richtig teuer, z.B. von Frankfurt nach
Hamburg (500 km) 640 l Sprit zu je 2 Euro – macht fast 1.300 Euro für eine
Strecke. Spätestens an dieser Stelle wird klar, dass die Rechnung nicht stimmen
kann. Hier hat jemand einfach den Luftwiderstand mit dem Verbrauch verwechselt,
ohne es zu merken. Das kann man aber auch von einem Journalisten des WDR
gerechterweise nicht erwarten. Denn eine solide Allgemeinbildung oder gar
logisches Denkvermögen wird heute von GEZ-Journalisten nicht mehr gefordert,
sondern nur die richtige Haltung.

Rainer
Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/pkw-verbrauch-80-liter-bei-160-km-h-wdr-verbreitet-wirre-aussagen-81319140.bild.html

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