Weil er christlichen Glauben für falsch hält: Afghanischer Asylbewerber zerstört Kircheninventar

Guten Morgen liebe Hessen,

Als Pfarrer Klemens Müller aus dem thüringischen Nordhausen kürzlich aus seinem Fenster auf seine Kirche blickte, glaubte er, „dass der Leibhaftige am Werk sei“: ein junger Mann war gerade dabei, seine Kirche auszuräumen. Er schleppte Stühle ins Freie, räumte den Altar leer, riss Notenbücher aus den Schränken und beschädigte Jesus-Figuren. Bei dem jungen Mann handelte es sich um einen Anhänger der Religion des Friedens – genauer um einen „Schutzsuchenden“ aus Afghanistan. Der Pfarrer eilte sofort in die Kirche und stellte den jungen Mann zur Rede. Der erklärte ihm, dass er den christlichen Glauben für falsch halte. Denn Jesus sei nicht der Sohn Gottes. Der zuständige Landrat Matthias Jendricke (SPD) zeigte sich empört: „Es war ein gezielter Angriff auf unsere christlichen Werte“. Er sprach sich dagegen aus, noch weitere Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen, denn: „Die meisten von ihnen lehnen unsere Kultur ab. Es ist ein Irrglaube zu denken, sie würden sich gut integrieren wollen“ (1).

Die herbeigerufene Polizei verhängte gegen den Afghanen, der 2015 nach Deutschland „geflohen“ war, ein Hausverbot für die Kirche und zeigte ihn wegen Sachbeschädigung an. Die Kirchenoberen – in Person des Pfarrers und des Superintendenten – nahmen aber weniger an der Zerstörung des Kircheninventars Anstoß, sondern verurteilten die Wortwahl des Landrates und der Polizei, die von „Randale“ des Afghanen im Kirchgebäude gesprochen hatten: „Es ist erschreckend, mit wieviel Hass und rassistischen Äußerungen Menschen sich zu Wort melden. Dazu gehört aus unserer Sicht auf jeden Fall eine pauschale Verurteilung einer Volksgruppe, wie es in diesem Zusammenhang durch unseren Landrat anklingt“ (2).

Die Tat zeigt in eindrucksvoller Weise das Selbstverständnis dieses „Flüchtlings“: er beansprucht wie selbstverständlich Asyl in Deutschland mit Unterbringung und Vollversorgung und ist dann – nach 6 Jahren Aufenthalt – offensichtlich der Auffassung, der hiesigen Bevölkerung seinen Glauben aufzwingen zu müssen. Wer tatsächlich in seiner Heimat verfolgt und in einem anderen Land aufgenommen und über Jahre vollversorgt wird, sollte eigentlich die Institutionen dieses Landes respektieren und bemüht sein, sich zumindest unauffällig zu verhalten und keine kriminellen Handlungen zu begehen.

Der Fall zeigt aber vor allem auch den Umgang von Politik und Medien mit Fällen von Kirchenschändungen. Der Fall wird offensichtlich von der Polizei als Bagatelldelikt – Sachbeschädigung – eingestuft, das Verfahren von der Justiz voraussichtlich wegen Geringfügigkeit eingestellt. Kein prominenter Politiker hat sich zu dem Vorfall zu Wort gemeldet – weder die Kanzlerin noch der Bundespräsident. Nicht einmal der Kirchenobere Bedford-Strohm, der eigentlich direkt betroffen sein müsste, hat sich gemeldet. Ganz anders ist dagegen die öffentliche Reaktion, wenn sich Angriffe gegen Moscheen richten – oder auch nur gegen ein Grundstück, auf dem einmal eine Moschee stehen könnte. So löste vor einigen Jahren die „Schändung“ eines Geländes, auf dem die Errichtung einer Moschee geplant war, bundesweite Empörung aus. Seinerzeit hatten Unbekannte dort mehrere Schweineköpfe platziert. Der damalige SPD-Vorsitzende Gabriel machte „Rechtsradikale“ für die Tat verantwortlich und eilte sofort zum Tatort, um seine Empörung öffentlich kundzutun (3). In Nordhausen wird sich vermutlich niemand blicken lassen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/bild-plus/regional/thueringen/news-inland/thueringen-afghane-raeumt-kirche-leer-und-zerstoert-jesus-figur-78113208.bild.html

(2) https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2021/afghane-nordhausen-kirche/

(3) https://www.salzburg24.at/archiv/sigmar-gabriel-besucht-geschaendetes-moscheegelaende-44264965

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