ZUM SCHUTZ VON KINDERN: Polen verbietet Adoption durch Homosexuelle

Guten Morgen liebe Hessen,

Das Adoptionsrecht hatte – jedenfalls früher – die Funktion, Kindern, die adoptiert werden sollen, mit einem intakten Elternhaus optimale Bedingungen für ihre Entwicklung zu verschaffen. Und so müssen adoptionswillige Eltern bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um ein Kind adoptieren zu können. Dieses Ziel des Kindeswohls wird zunehmend durch das Ziel ersetzt, auch Familien, für die bislang eine Adoption ausgeschlossen war, die Adoption eines Kindes zu ermöglichen. Denn nachdem es inzwischen die „Ehe für Alle“ gibt, ist die logische Konsequenz: die „Adoption für Alle“ – d.h. auch schwulen und lesbische Paaren soll die Adoption eröffnet werden. Und das, obwohl die Natur diese Konstellation nicht vorsieht bzw. sogar definitiv ausschließt. Ein schwules Elternpaar ist in der Natur nicht möglich.

Das stört aber viele Politiker nicht, die ein uneingeschränktes Adoptionsrecht für alle Paare fordern. Denn alle Paare sollen die Möglichkeit haben, Kinder großzuziehen, auch wenn die Natur dem entgegensteht. Und da interessiert das Kindeswohl auch weniger als das Recht zur Selbstverwirklichung einer ohnehin ständig diskriminierten Gruppe. Im katholischen Polen sieht man das jedoch anders. Der Präsident des Landes hat kürzlich den Entwurf für eine Verfassungsänderung unterzeichnet, mit dem homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern verboten werden soll. Er begründete dies mit dem „Schutz des Kindes“ und dem Ziel, Kindern eine „korrekte Erziehung“ zu gewährleisten. Der Staat habe die Verantwortung darüber, wem er die Erziehung von Kindern überträgt. Auch wenn die derzeitige Regierung im Parlament nicht über die zur Verfassungsänderung erforderliche Zweidrittelmehrheit verfügt, wird erwartet, dass der Entwurf auch durch Teile der Opposition unterstützt wird (1).

Tatsächlich gibt es das von einigen reklamierte „Recht auf ein Kind“ nicht. Ein solches Recht lässt sich auch mit viel Phantasie nicht aus dem Grundgesetz oder den allgemeinen Menschenrechten herleiten. Wohl aber das Recht des Kindes auf eine ungestörte Entwicklung in einer intakten Familie. Diese Bedingungen sind natürlich häufig auch im „natürlichen“ Elternhaus nicht gegeben, z.B. weil der Vater dem Alkohol verfallen ist oder die Eltern geschieden sind. Aber wenn der Staat ein Kind zur Adoption freigibt, hat er die Pflicht, optimale Bedingungen sicherzustellen – soweit ihm dies möglich ist. Und ob diese bei einem gleichgeschlechtlichen Paar gegeben sein können, kann durchaus bezweifelt werden – insbesondere dann, wenn man davon ausgeht, dass Kinder zu ihrer Entwicklung Vater und Mutter benötigen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/polens-praesident-duda-will-homo-paare-adoptionen-verbieten/

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